Ofentomatensauce

Da neigt sich der Sommer langsam dem Ende zu und auch die Tomatensaison geht so allmählich zu Ende. Wenn der Tomatenüberschuss besonders hoch ist, muss man sich schon mal überlegen, was man damit macht. Und da wird es Zeit, den Sommer ins Glas zu packen, solange es ihn noch gibt.

Gerade im Sommer schmecken die Tomaten erst richtig gut und entfalten ihr volles Aroma. Mit der Ofentomatensauce lässt sich dieses wunderbar konservieren. Sie ist die perfekte Basis für viele Gerichte: einfach als Sauce zur Pasta oder als Pizzasauce oder als Basis für Aufläufe, die Sauce ist flexibel. Da dürfen ruhig ein paar mehr Gläser im Vorratsschrank landen.

Und die Ofentomatensauce braucht auch nicht viel Aufmerksamkeit. Alle Zutaten schneiden, in einen Bräter oder eine Auflaufform geben und den Rest erledigt der Ofen eigentlich ganz von allein. Bei der Wahl der Kräuter und Gewürze kann man einmal den ganzen Garten absuchen und einfach nehmen, worauf man gerade Lust hat. Also perfekt um den Sommer ins Glas zu bekommen.

Zutaten für ca. 6 Gläser (250 ml)

2 kg Tomaten
1/2 EL Zucker
2 TL Salz
1,5 TL Pfeffer
1 EL Oregano
1 EL Baslikum
2 Zwiebeln
6 Zehen Knoblauch
4 EL Olivenöl

Zubereitung

1. Die Tomaten waschen, den grünen Stielansatz entfernen und die Tomaten grob in Stücke schneiden. Anschließend in eine große Auflaufform oder Bräter geben.

2. Die Zwiebel schälen, halbieren und in grobe Stücke schneiden. Den Knoblauch ebenfalls grob zerkleinern und beides zu den Tomaten geben. Zucker, Salz, Pfeffer und Olivenöl dazugeben Die Kräuter unterheben.

4. Nun alles miteinander vermischen und in den kalten Ofen geben. Den Ofen auf 220°C (Ober-/Unterhitze) stellen.

5. Für mindestens 2 Stunden nun im Ofen lassen. Gelegentlich einmal durchrrühren, damit sich die Tomaten verteilen. Die Sauce ist fertig, wenn die Tomaten fast zerfallen sind und die Zwiebeln und die Tomaten etwas Farbe bekommen haben. Wer die Sauce etwas dicker mag, lässt sie einfach länger im ofen einreduzieren.

6. Die Tomaten nun aus dem Ofen nehmen und pürieren.

    Kann man die Ofentomatensauce einkochen?

    Beim Einkochen von Tomatensauce muss man etwas vorschtig sein. Wer etwas länger etwas davon haben möchte, kann die Sauce portionsweise einfrieren und hat damit erstmal keine großen Schwierigkeiten und muss sich keine Gedanken zum Thema Botulismus machen. Daher wäre das die einfachste Variante. Da der Platz im Tiefkühler aber meistens Mangelware ist, bietet es sich an, die Sauce einzukochen und so einen kleinen Vorrat für den Winter anzulegen. Hierbei muss man aber etwas vorsichtiger sein.

    Was ist Botulismus?

    Beim Einkochen sollte man das Thema Botulismus nicht ganz außer Acht lassen. Botulismus ist eine seltene, aber sehr gefährliche Lebensmittelvergiftung. Sie entsteht durch das Botulinumtoxin, ein Nervengift, das von bestimmten Bakterien gebildet werden kann. Diese Bakterien fühlen sich vor allem in luftdicht verschlossenen und säurearmen Lebensmitteln wohl, also unter Umständen auch in falsch eingekochten Konserven.

    Tomaten sind zwar von Natur aus sauer, der Säuregehalt kann aber je nach Sorte und Reifegrad unterschiedlich sein. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann den pH-Wert der fertigen Sauce messen. Für eine sichere Konservierung im Wasserbad sollte der pH-Wert ausreichend niedrig sein, als wichtige Grenze gilt ein pH-Wert unter 4,6. Tomaten bewegen sich meist etwas darunter, es gibt aber auch Sorten die darüber liegen.

    Daher ist das Einkochen unter Druck in einem geeigneten Pressure Canner zu empfehlen. Dabei werden höhere Temperaturen erreicht als beim Einkochen im normalen Wasserbad. Ein Pressure Canner ist die einzig sichere Methode, um säurearme Lebensmittel wie Fleisch, Fisch und Gemüse bei Temperaturen von 121 °C einzukochen und das Risiko einer lebensgefährlichen Botulismus-Vergiftung zuverlässig zu verhindern.

    Einkochen im Einkochautomaten

    Wenn genug Säure vorhanden ist, kann die Sauce aber auch im Einkochautomaten oder im Ofen eingekocht werden. Damit das auch sicher klappt, kann die Sauce nachgesäuert werden. Auf 1 Liter pürierte Tomaten gibt man 2 EL Zitronensaft oder 1/2 TL Zitronensäure oder 4 EL Essig (mindestens 5 %). So senkt man den ph-Wert.

    Für das Rezept der Ofentomatensauce bedeutet das

    Option 1: 3-4 EL Zitronensaft (aus der Flasche)
    Option 2: 1 TL Zitronensäure
    Option 3: 6 EL Essig (mindestens 5 % Säure)

    Die jeweilige Option nach dem Pürieren zur Sauce geben und gut unterrühren. Nochmals kurz aufkochen und die Tomatensauce anschließend heiß in saubere, sterilisierte Gläser füllen und dabei etwas Platz zum Glasrand lassen. Die Gläser verschließen und mit etwas Abstand in den Einkochautomaten stellen. Für diese Sauce eignen sich etwa 30 Minuten bei 90 °C. Nach dem Einkochen die Gläser aus dem Automaten nehmen und vollständig abkühlen lassen. Anschließend kühl und dunkel lagern. Wenn alles sauber verarbeitet und korrekt eingekocht wurde, ist die Sauce mehrere Monate haltbar.

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