Käsekuchen

Angeschnitter Käsekuchen auf einem Teller

Kein Kuchen erinnert mich so sehr an Sonntage mit der Familie wie der Käsekuchen. Wenn meine Mutter einen Kuchen auf den Tisch stellt, den sie selbst gebacken hat, dann ist es meistens genau dieser. Ich glaube, es ist auch eines der ersten Kuchenrezepte, die ich selbst gebacken habe und wahrscheinlich der Familienkuchen schlechthin.

Und ja, er ist nicht perfekt. Er neigt hier und da zu einem Riss und sieht vielleicht nicht so makellos aus wie viele andere Varianten. Ich habe schon viele ausprobiert: die mit Sahne, die mit Öl, die bei niedriger Hitze gebacken werden und so viele mehr. Manche waren cremiger, manche fester, manche irgendwie nicht richtig.

Ein Stück Käsekuchen auf einem Wasser Teller. Im Hintergrund ein ganzer Käsekuchen.

Und trotzdem gibt es für mich eigentlich nur einen perfekten Käsekuchen: nämlich diesen hier. Wenige Zutaten, fast schon puristisch, ohne viel Drumherum. Kein Schnickschnack, keine außergewöhnlichen Extras, einfach genau so, wie ich ihn von früher kenne. Für den nostalgischen Geschmack braucht es auch das Vanille-Puddingpulver. Und vielleicht ist es genau das, was ihn für mich so besonders macht. Wer allerdings ganz ohne das fertige Pulver backen möchte, kann es natürlich ersetzen. Dafür gibt es nämlich auch eine einfache Alternative.

Ein Stüc Käsekuchen und ein angeschnitter Käsekuchen auf Tellern.

Zutaten für eine Springform (24 oder 26 cm Durchmesser)

Für den Boden
250 g Weizenmehl (Type 405)
125 g kalte Butter
100 g Zucker
1 TL Backpulver
1 Ei

Für die Füllung
200 g Butter (zimmerwarm)
200 g Zucker
4 Eier (getrennt)
1 kg Speisequark (Magerstufe)
1 Päckchen Vanille-Puddingpulver (Alternative, s. Tipps)

Zubereitung

1. Das Mehl mit dem Backpulver in einer großen Schüssel vermischen.

2. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und zum Mehl geben. Zucker und Ei hinzufügen.

3. Alles zuerst mit den Knethaken des Mixers oder mit den Händen zu einem glatten Teig kneten.

5. Den Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Dadurch wird er später leichter ausrollbar.

6. Den Ofen  auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

7. Eine Springform einfetten und mit etwas Mehl bestäuben oder mit Backpapier auslegen.

8. Die Eier trennen. Zunächst die Butter cremig rühren, den Zucker dazugeben und schaumig schlagen. Die Eigelbe einzeln unterrühren. Zuletzt den Quark und das Puddinigpulver unterheben.

9. Nun das Eiweiß steif schlagen. Dann vorsichtig unter die Masse heben. Zunächst nur ¼ des Eiweiß unterheben, dann den Rest.

10. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ausrollen, in die Form legen und einen Rand hochziehen. Die Quarkfüllung nun darauf geben und glattstreichen.

12. Den Käsekuchen etwa 60 Minuten backen (mittlere Schiene). Der Mürbeteig sollte goldbraun sein und die Käsekuchenschicht am Rand anfangen etwas zu bräunen. Anschließend Ofen ausschalten und den Kuchen bei leicht geöffneter Tür 30 Minuten ruhen lassen. Danach vollständig auskühlen lassen. Am besten schmeckt der Kuchen gut durchgekühlt, d. h. nach einem Tag im Kühlschrank.

Tipps

Wer das Vanille-Puddingpulver nicht verwenden möchte kann es problemlos durch 40 g Speisestärke und 1-2 TL Vanilleextrakt ersetzen. Alternativ funktionieren auch 1-2 Päckchen Vanillezucker anstelle des Vanillextraktes. In diesem Fall die Zuckermenge im Rezept auf 180-190 g reduzieren.

Ein Stück Käsekuchen auf einem Wasser Teller. Im Hintergrund ein ganzer Käsekuchen.

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