Veganer Zimtschnecken-Kuchen im Kastenformat

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Zimtschneckenkuchen? Okay, es ist keine richtige Zimtschnecke, nur ein Rührkuchen, der eben gerne eine Zimtschnecke sein wollte. Es war nämlich einst ein Teig, der nicht wusste, was er sein sollte. So kam der Zimtzucker und meinte ganz laut, dass man ihn verwenden sollte. „Lass uns zu Zimtschnecken werden! Die lieben alle!“, sagte er und der Teig konnte nur traurig den Kopf schütteln. „Aber ich hab doch gar keine Hefe!“ Doch da hatte der Zimtzucker schon eine Idee… Und so, liebe Kinder, war der Zimtschneckenkuchen geboren.

Okay, eigentlich war die Geschichte ganz anders. Ich hab ihn gar nicht erfunden, die liebe Zucker, Zimt und Liebe hat das perfekte Zimtschneckenkuchenrezept (was für ein Wort… Es lebe die deutsche Sprache!) auf ihrem Blog, der mittlerweile auch einer meiner persönlichen Lieblinge geworden ist. Ich liebe diesen Kuchen! Und viele ihrer Leserinnen und Leser (inklusive mir) auch. Nun, da ich gerne auch mal vegan backe und man ja Eier auch nicht immer im Haus hat, aber Kuchen eben sein muss, habe ich mich an den Versuch gewagt diesen genialen Kuchen zu veganisieren. Es stellte sich aber bald heraus, das ist gar nicht so einfach.

Mein erster Versuch war zwar geschmacklich gar nicht schlecht, klebte aber nicht nur in der Form fest, sodass ich ihn kaum lösen konnte, sondern, obwohl sehr fluffig, ein einziges Bröselwerk und viel zu weich. Die Küche war schlussendlich voller Kuchen und man hat ihn mehr gelöffelt als zum Kaffee gegabelt. Und die markante Zimtzuckerschicht in der Mitte? Die hat der Kuchen einfach gefressen. Dafür hat der Geschmack schonmal perfekt harmoniert, also war es nur noch eine Frage der Konsistenz! Also neu überlegt und jetzt haben wir es, einen veganen Zimtschneckenkuchen, der nicht nur sehr schnell gebacken ist und den Zimtschneckenhunger entgegenwirkt, sondern auch großartig schmeckt. Außen leicht kross durch den Zucker, innen etwas fester wie ein normaler Kuchen, dass er fast schon an Hefeteig erinnert und die karamellisierte Schicht dazwischen? Ich brauch nicht mehr sagen, oder?

Zutaten für eine Kastenform (25 cm)

Für den Teig

300 g Weizenmehl Type 405
25 g Speisestärke
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 TL Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
120 ml Pflanzenöl
200 ml Mandeldrink
1/2 TL Kardamom

Für den Zimtzucker

60 g Zucker
1 EL Zimt
1 Prise Kardamom

 

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen sowie eine Kastenform einfetten und mit Backpapier auslegen. Das Backpapier ist notwendig, weil der Zimtzucker ansonsten am Rand karamellisiert und man den Kuchen nicht mehr aus der Form bekommt.
  2. Für den Zimtzucker den braunen Zucker und Zimt mit einem Löffel vermengen.
  3. Für den Kuchenteig, das Mehl, die Speisestärke, den Zucker, Backpulver, Salz sowie den Kardamom in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen kurz vermengen.
  4. Das Öl und den Mandeldrink mit einem Schneebesen nur kurz unterrühren bis sich die Zutaten etwas verbunden. Klümpchen verschwinden während dem Backen.
  5. In die vorbereitete Kastenform das erste Drittel des Teiges geben. Mit dem Zimtzucker bedecken und wieder ein Drittel des Teiges darüber geben. Darauf folgt die nächste Schicht Zimtzucker (bis auf 1 EL) und das letzte Drittel Teig. Für die Zimtkruste nun den letzten Esslöffel auf den Kuchen verteilen.
  6. Den Kuchen  in den Ofen geben und für 45-50 Minuten backen.  Danach etwas auskühlen lassen (ca. 30 Minuten) und anschließend auf einen Kuchenrost stürzen und das Backpapier abziehen.

 

Tipps

  • Das Weinsteinbackpulver kann auch durch normales Backpulver ersetzt werden. Weinsteinbackpulver bietet nur bei dieser Menge, da phosphatfrei, einen etwas besseren Geschmack. Es funktioniert auch Natron, dann aber zusätzlich 1 EL Essig in den Teig geben und nur 2 TL Natron nehmen.

 

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